augsburger.forschungswerkstatt.

the power of political ecology


Die erste augsburger.forschungswerkstatt. findet am 16. und 17.11.2018 am Institut für Geographie der Universität Augsburg statt.

Keynote diesen Freitag 17:30h 1010/H (Jura)


Infoflyer hier herunterladen (PDF).
Tagungsprogramm herunterladen (Stand 12.11.2018)(PDF).
Detaillierten Infoflyer herunterladen (Stand 23.10.2018)(PDF).


call for papers

Angesichts zahlreicher negativer Auswirkungen des Globalen Wandels und der ökologischen Krise verliert das Versprechen des wirtschaftlichen Fortschritts an Glaubwürdigkeit. Doch noch immer werden größtenteils die durch Wachstum entstandenen problematischen gesellschaftlichen und ökologischen Folgen relativiert, für technisch lösbar erklärt oder mit notwendigen Handlungs- oder Entwicklungszwängen gerechtfertigt. Versehen mit neuen Adjektiven wie grün oder inklusiv bleibt wirtschaftliches Wachstum das Rezept, um Armut zu reduzieren, Ressourcenknappheit zu überwinden und sich an den Klimawandel anzupassen.

Aus einer politisch-ökologischen Sicht gibt es begründete Zweifel an dem hegemonialen Narrativ, dass es eine Win-Win-Situation zwischen Wirtschaftswachstum und einer unbelasteten Umwelt geben könnte. Hinzu kommen verallgemeinernde und entpolitisierende Konzepte, etwa die Sustainable Development Goals oder das Anthropozän. Dabei erfordert die begründete Vermutung, dass die Menschheit zum geologischen Faktor wurde, dringend eine Differenzierung in Verursachung, Folgen und Prozesse, Dominanz und Marginalisierung. Denn nicht die Menschheit wird zum geologischen Faktor und muss sich deshalb bestimmten Zielen unterordnen, sondern viel eher müssen die ungleichen sozialen und ökologischen Kosten differenzierend betrachtet und damit zugleich die politische Dimension wieder stärker in den Fokus gerückt werden. Mit ihrer synthetischen Betrachtung von Akteuren und Interessen, Ressourcen und Macht erscheint die Politische Ökologie in Zeiten komplexer und beschleunigter Prozesse als Analyseansatz besonders gut geeignet.

In der augsburger.forschungswerkstatt wollen wir aktuelle Aufgabenfelder und Forschungsfragen sowie die Rolle und Bedeutung der Politischen Ökologie diskutieren. Der Workshop bietet dabei sowohl die Möglichkeit zum eigenen Vortrag als auch Raum für Diskussionen innerhalb und außerhalb der Disziplingrenzen. Als Keynote Speaker konnte Prof. Gavin Bridge (Durham University) gewonnen werden, der zum Thema “Political Ecologies of Extraction” sprechen wird. Die Forschungswerkstatt richtet sich insbesondere an junge WissenschaftlerInnen, Studierende, Promovierende und PostDocs. Um eine möglichst große Bandbreite von Perspektiven abbilden zu können, sind sowohl Case Studies als auch kritische und konzeptionelle Fragestellungen herzlich willkommen!

Anmeldung bitte per eMail an:
forschungswerkstatt@geo.uni-augsburg.de.

Serge Leopold Middendorf, Sebastian Purwins, Matthias Schmidt (Augsburg)


Keynote

Prof. Gavin Bridge (Durham University)

Political Ecologies of Extraction

Gavin Bridge is an economic and resource geographer whose research centers on the extractive industries of oil, gas and mining. He completed an undergraduate degree in Geography at the University of Oxford in 1991, and holds a PhD from the Graduate School of Geography at Clark University, Massachusetts. At the core of his research is a desire to understand the spatial and temporal dynamics of natural resource development. Through work on extractive resources, his work problematizes the treatment of biophysical processes within modern economic geography, a field that has largely defined itself by bracketing out 'nature' as an object of inquiry. His work on the geographical political economy of natural resources has been funded by the US National Science Foundation, the National Geographic Society, the British Academy, and the UK Energy Research Centre.


Programm

Sie können das Programm auch im detaillierten Infoflyer finden.


Freitag, 16. November Ort: Hörsaal H1010 (Juragebäude)
     
17:00 - 17:30   Ankunft / Registrierung
     
17:30 - 19:00   Begrüßung
Matthias Schmidt
     
    Keynote „Political Ecologies of Extraction“
Gavin Bridge
     
19:00 - 19:30   Get-Together
     
ab 19:30   Gemeinsames Abendessen im Il Porcino
     

Samstag, 17. November Ort: WZU
     
09:00 - 10:30   Session 1
Moderation: Matthias Schmidt
     
    Geopolitik des Lithiums in Südamerika aus multiskalarer Perspektive
Fernando Ruiz Peyré (Universität Innsbruck)
     
    The White Gold – The Argentine Puna between traditional lifestyles and lithium mining
Felix Malte Dorn (Universität Innsbruck)
     
    Fair Gold? Political ecology of ethical gold certification schemes in the peruvian desert
Carlos Sosa (Universität Innsbruck)
     
10:30 - 10:50   Kaffeepause
     
10:50 - 12:20   Session 2
Moderation: Sebastian Purwins
     
    Von Win-Win, Entwicklung und Wohlstand. Las Lajitas (AR) und Sinop (BR), zwei urbane Agrobusiness Zentren und die Strategien der Konflikt-Vermeidung
Robert Hafner und Martin Coy (Universität Innsbruck)
     
    Deconstructing sustainable rubber production. Contradictory narratives in rural Sumatra
Fenna Otten (Georg-August-Universität Göttingen)
     
    The global resource frontier of construction sand: A new research issue for political ecology
Robert John (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)
     
12:20 - 13:30   Mittagspause
     
13:30 - 15:00   Session 3
Moderation: Serge Middendorf
     
    Die Dringlichkeit der Frage nach einer Monetarisierung von Natur
Joachim Rathmann (Julius-Maximilians-Universität Würzburg)
     
    Disproportional costs and benefits: a political ecology of state’s environmental interventions
Usman Ashraf (China Agriculture University Beijing)
     
    Polit-ökologische Perspektiven auf Konflikte zwischen Arbeit und Umwelt
Tobias Kalt (Universität Kassel)
     
15:00 - 15:20   Kaffeepause
     
15:20 - 16:50   Session 4
Moderation: Matthias Schmidt
     
    Politische Ökologie am Riedberger Horn
Andreas Benz und Niklas Völkening (Universität Augsburg)
     
    Laute und leise Stimmen der Energiewende in einer Erneuerbare-Energien-Region. Konzept und methodischer Zugang
Julian Bothe (Ludwig-Maximilians-Universität München)
     
    Degrowth und Feminismus – Perspektiven sozial-ökologischer Transformation in sozialen Bewegungen
Julia Hübinger und Fenja Jacobs (Universität Augsburg)
     
16:50 - 17:00   Verabschiedung
     
ab 17:00   Abreise
     

Anfahrt

Ort der Tagung

Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU)
Universität Augsburg
Universitätsstraße 1a
86159 Augsburg

Keynotevortrag am 16.11.2018 im Hörsaal H1010 (Juragebäude).


Anfahrt mit PKW

A8 Stuttgart – München:
Nehmen Sie die Ausfahrt „Augsburg-West“ und fahren Sie auf der B17 Richtung Landsberg. Nach ca. 10 Minuten erreichen Sie die Ausfahrt „Messe/Universität“.

B17 Landsberg – Augsburg:
Nehmen Sie ebenfalls die Ausfahrt „Messe/Universität“ Parkplätze befinden sich direkt hinter dem WZU.


Anreise mit der Bahn / ÖPNV

Vom Hauptbahnhof gelangen Sie mit der Straßenbahnlinie 3 (Richtung Haunstetten West) direkt auf den Campus der Universität Augsburg (Haltestellen „Universität“ oder „BBW/Institut für Physik“). Ab dort ist der Weg zum Tagungsort ausgeschildert. Die Fahrtdauer ab Hbf. beträgt ca. 20 Minuten.


Lageplan / Campus / Hotels

 

Klicken Sie auf eines der Bilder für die vergrößerte Darstellung. Sie finden alle Pläne auch im Programmheft.


Hotels und Übernachtung

1. City Hotel Ost am Kö
EZ ab € 69,-
Fuggerstraße 4-6,
86150 Augsburg
+49 (0)821 – 50 20 40

2. InterCityHotel Augsburg
EZ ab € 55,-
DZ ab € 75,65
Halderstraße 29,
86150 Augsburg
+49 (0)821 – 50 390

3. B&B Hotel Augsburg
EZ ab € 50,-
DZ ab € 58,-
Haunstetter Straße 68,
86161 Augsburg
+49 (0)821 – 49 81 20 4

4. Grandhotel Cosmopolis
EZ ab € 40,-
Hostelbett ab € 20,-
Springergässchen 5,
86152 Augsburg
+49 (0)821 – 45 08 24 11 5

„Das Grandhotel Cosmopolis ist ein lebendiger Prozess und ein soziales Experiment“
Das Grandhotel Cosmopolis ist kein gewöhnliches Hotel und will es auch nicht sein. Es ist ein Ort, der sich aus einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber, Ateliers und offenen Werkräumen sowie einem Hotelbetrieb mit gastronomischen und kulturellen Angeboten zusammensetzt. Das Grandhotel Cosmopolis wurde 2016 mit dem Sonderpreis „Soziale Impulse durch Städtebau“ des Deutschen Städtebaupreises ausgezeichnet.

5. Übernacht Hostel
Schlafsaal ab € 23,-
Karlstraße 4,
86150 Augsburg
+49 (0)821 – 45 54 28 28 6

6. Gästehaus SLEPS
EZ ab € 32,50
4er Schlafsaal ab € 21,90
Unterer Graben 6,
86152 Augsburg
+49 (0)821 – 78 08 890


Anmeldung

Sie können sich gerne auch als Teilnehmer ohne eigenen Vortrag anmelden. Bitte schreiben Sie uns dazu eine eMail mit Ihrem Namen, einer eMailadresse unter der wir Sie erreichen können und – sofern vorhanden – Ihrer institutionellen Verortung an:
forschungswerkstatt@geo.uni-augsburg.de

Als Unkostenbeitrag und für den Mittagssnack am 17. November erheben wir einen Beitrag in Höhe von 10 € sowie vergünstigt für Studierende in Höhe von 5 €.
Den Unkostenbeitrag können Sie bei Ihrer Anmeldung vor Ort entrichten.


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